Deutsches Technikmuseum Berlin

Lokschuppen
Lokschuppen

Das Deutsche Technikmuseum Berlin (DTMB) wurde 1983 zunächst unter dem Namen Museum für Verkehr und Technik eröffnet, den es bis 1996 trug. Das Museum sieht sich als Nachfolgeinstitution der über 100 technischen Sammlungen, die es in den vergangenen Jahrhunderten in Berlin gegeben hat, zuletzt der Sammlung für ein Verkehrsmuseum in der DDR (im Hamburger Bahnhof), hat mit über 25.000 m² eine große Ausstellungsfläche auf dem Gelände einer Eisfabrikation und des Anhalter Güter- und Postbahnhofs und wird von 600 000 Menschen jährlich besucht.[3] Schwerpunkte sind vor allem der Wasserstraßen- und Schienenverkehr in/um Berlin und in Deutschland, die Bier-, Schmuckproduktion und Energiegewinnung.

Abteilung: Automobile
Abteilung: Automobile

Das Deutsche Technikmuseum Berlin wurde 1982 gegründet und 1983 eröffnet. Es führt die Tradition namhafter Technikmuseen fort, die bis zum Zweiten Weltkrieg in Berlin beheimatet waren. In der Gründungsphase ist es nicht gelungen, das Verkehrs- und Baumuseum (VBM) im Hamburger Bahnhof als Standort für das DTMB zu erhalten. Die Objekte des VBM wurden 1984 nach Übernahme der S-Bahn in West-Berlin durch die BVG auf das Verkehrsmuseum Dresden und das DTMB verteilt.

Das Museum liegt in der Nähe des Landwehrkanals in der Trebbiner Straße auf einem ehemaligen Gewerbe- und Bahngelände von 1874, auf dem sich das Bahnbetriebswerk des Anhalter Güterbahnhofs mit zwei Ringlokschuppen und die Fabrikationsgebäude der Markt- und Kühlhallengesellschaft befinden, neben dem ehemaligen Berliner Postbahnhof unweit des U-Bahnhofs Gleisdreieck. Dieses historische Gebäudeensemble ist zugleich das wertvollste Objekt des Museums, das auch eine Pferdetreppe und eine „Alt-Berliner“ Kneipe beherbergt. Nach Abschluss der ersten Ausbauphasen mit der Errichtung des Neubaus verfügt das Haus seit 2005 über 25.000 m² Ausstellungsfläche. Zum 1. September 1996 erfolgte die Umbenennung inDeutsches Technikmuseum Berlin.

Im Jahr 2002 wurde die Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin gegründet, die das DTMB mit den Außenstellen Archenhold-Sternwarte in Berlin-Alt-TreptowZeiss-Großplanetarium in Berlin-Prenzlauer BergZucker-Museum und Science CenterSpectrum, das ebenfalls auf dem ehemaligen Betriebsgelände des Anhalter Güterbahnhofs liegt, verbindet.

Das Museum steht seit dem Jahr 2000 unter der stellvertretenden Leitung von Dirk Böndel, im Jahr 2003 wurde er vom Stiftungsrat und der Senatsverwaltung für Kultur zum amtierenden Direktor berufen.

 

Luft und Raumfahrt

Die Luft- und Raumfahrtausstellung dokumentiert die Entwicklung auf diesen Gebieten während des 20. Jahrhunderts. Zu den zahlreichen Exponaten zählen die einzige erhaltene Jeannin-Stahltaube, Baujahr 1914, aus den Anfängen der militärischen Luftfahrt. Zentrales Objekt dieser Ausstellung ist das Verkehrsflugzeug Junkers Ju 52, besser bekannt als Tante Ju. Seltene Erinnerungsstücke eines Flugkapitäns der Deutschen Lufthansa und eines bekannten Sportfliegers beleuchten ihren fliegerischen Alltag. Das zweisitzige kunstflugtaugliche Reise- und Schulflugzeug Arado Ar 79 zeigt den Stand der Entwicklung des Zivilflugzeugbaus bei den Arado Flugzeugwerken vor dem Zweiten Weltkrieg. Der Ausstellungsbereich zum Zweiten Weltkrieg thematisiert Aufbau und Untergang der deutschen Luftwaffe und zeigt, wie dieNationalsozialisten die Faszination des Fliegens für ihre Zwecke missbrauchten. Das Wrack eines Junkers Ju 87 Sturzkampfbombers lässt das Zerstörungspotential des Flugzeugs als Waffe erahnen. Seit 2003 lässt das Museum eine Focke-Wulf Fw 200 wiederaufbauen, der Typ, ab 1937 zivil und militärisch genutzt, soll ab 2025 ausgestellt werden. Die Medienstation Mensch und Krieg zeigt anhand von sechs Biografien die Lebenswege ehemaliger Luftwaffenangehöriger. Seit März 2008 befindet sich eine VFW-614 als Beispiel für eine deutsche Flugzeugentwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg im Besitz des Technikmuseums.

Eine Ausstellungseinheit zur Flugzeugtechnik veranschaulicht die Entwicklung und Funktionsweise von Einzelkomponenten wie MotorFahrwerk oder Propeller. Ein gläsernes Flugzeug, eine partiell geöffneteArado Ar 96 aus dem Jahr 1943, gewährt einen Einblick in die komplexe Technik eines Luftfahrzeugs.

Im Mittelpunkt des Raumfahrtbereichs steht der deutsche Beitrag zur Entwicklung der Raketentechnologie. Die Darstellung beginnt mit den Phantasien und Experimenten der frühen Enthusiasten und endet mit der Vereinnahmung dieser Technologie für die Rüstungspläne der Nationalsozialisten. Zeichnungen von Augenzeugen dokumentieren die menschenverachtenden Arbeitsbedingungen der KZ-Häftlinge, die in der Raketenproduktion in Dora-Mittelbau eingesetzt wurden.

Holger Steinle ist seit 1985 Leiter der Luft- und Raumfahrtabteilung.

 

Schienenverkehr

Die Eisenbahn-Abteilung des Museums wurde bereits 1987/1988 als erster Bereich im endgültigen Zustand ausgebaut und weitgehend eingerichtet. Standort der Eisenbahn-Abteilung ist die auf dem Museumsgelände gelegene historische Lokschuppenanlage des ehemaligen Betriebswerks Anhalter Bahnhof von 1874, in der auf 33 Gleisen insgesamt 40 Schienenfahrzeuge im Original zu sehen sind. Dazu kommt eine Fülle von Modellen und kleineren Objekten. Einige Exponate wurden auch im verfallenen Zustand belassen, um die Gebrauchsspuren und den Verschleiß zu verdeutlichen.

Die Ausstellung ist chronologisch in 33 Stationen der Eisenbahngeschichte gegliedert (die beiden Lokschuppen besitzen insgesamt 33 Gleise). Historisch bedeutsamen Jahreszahlen folgend führt die Ausstellung von den Anfängen der Eisenbahn bis zum heutigen Tag. Der erste Lokschuppen enthält diese Stationen von 1800 bis 1914, der zweite Lokschuppen zeigt die Stationen von 1918 bis 1980.

Die Dauerausstellung „Judendeportationen“ mit der Deutschen Reichsbahn 1941–1945 präsentiert seit 1988[4] zwölf Berliner Schicksale.[5]

Im historischen Lokschuppen befindet sich außerdem eine Modelleisenbahn, die die Gleisanlagen und Gebäude des Anhalter Personenbahnhofs, Güterbahnhofs und des Bahnbetriebswerks sowie einige umliegende Gebäude im Zustand von 1938 im exakten Maßstab 1:87 zeigt. Interessant ist dabei insbesondere der Vergleich zwischen dem Modell und dem heutigen Zustand des Originals.

Ein Abschnitt von 3 Gleisen im ersten Lokschuppen erinnert daran, dass das Gelände dreißig Jahre lang brach lag. Hier wachsen die sonst im Mittelmeerraum übliche Steinweichsel und der aus Sibirienstammende Staudenknöterich hat sich ebenso verbreitet wie die beiden Heilkräuter Nachtkerze und Frauenmantel.

 

 

Weitergehende Informationen unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Technikmuseum_Berlin

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